Bevor du dich für einen Hund entscheidest, solltest du dir
ein paar Gedanken machen, mit welchen Vorstellungen du an die Hundehaltung
heran gehst.Möchtest du einen Hund um mit ihm spazieren zu
gehen und um Zuhause Gesellschaft zu haben oder möchtest du mit deinem Hund
in Richtung Hundesport arbeiten?
Kannst du dir die Hundehaltung finanziell und zeitlich leisten?
Einen Hund zu haben, bedeutet für ihn die Verantwortung zu übernehmen und
sein ganzes Leben für ihn da zu sein. Und das können 10 bis 14 Jahre sein!
Wenn du dir einen Hund kaufen möchtest, gibt es
verschiedene Möglichkeiten:
Zum einen kannst du dich an den Tierschutz wenden und einem Tierheimhund ein
neues Zuhause geben oder aber du kannst dich für einen Welpen vom Züchter
entscheiden.
Beides hat seine Vor- und Nachteile.
Ein Tierschutz-Hund kann zum einen bereits etwas gelernt haben und schon
stubenrein sein, er kann aber auch schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Leider weiß man zum Teil auch gar nicht, was die Hunde schon erlebt haben.
Daher eignen sich nicht alle Tierschutzhunde für Ersthundehalter, trotzdem
kannst du in einem Tierheim deinen Traumhund finden. Du bekommst die
Möglichkeit, dir einen Hund auszusuchen, der schon erwachsen ist und bei dem
der Charakter des Hundes zu deinen Vorstellungen passt.
Wenn du einem Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause geben möchtest,
solltest du dir vorher genau Gedanken machen, welche Vorraussetzungen du von
deinem neuen Mitbewohner erwartest und an welchen Problemen du dir zutraust,
mit deinem Hund zu arbeiten.
Soll er bereits stubenrein sein und alleine bleiben können? Soll er
verträglich mit Kindern und Artgenossen sein? Soll es ein eher ruhiger oder
ein aktiver Hund sein? Wie alt soll der Hund sein?
Bei einem Welpen erwarten dich ganz andere Aufgaben als bei einem
Tierschutzhund.
Zunächst solltest du dich für eine Rasse entscheiden und dann nach seriösen
Züchtern suchen.
Ein seriöser Züchter züchtet in einem Verband, der dem FCI und in
Deutschland dem VDH angeschlossen ist und muss strenge Auflagen
bezüglich Gesundheit seiner Zuchttiere, Haltung der Hunde und Aufzucht der
Welpen erfüllen. Dies wird von einem Zuchtwart auch kontrolliert.
Ein Hund ohne FCI-Papiere gilt übrigens als Mischling, da sich nicht
zurückverfolgen lässt, wer die Eltern sind. Auch wenn man einen Stammbaum
mitbekommt, ist es nicht überprüfbar, ob die Angaben auch wirklich stimmen.
Eine Garantie auf einen gesunden Hund kann kein Züchter geben, jedoch können
durch bestimmte Gesundheitsergebnisse manche Erbkrankheiten komplett
ausgeschlossen werden, bei anderen kann das Risiko gemindert werden, dass
der Hund daran erkrankt.
Ein seriöser Züchter hat auch nicht nur am Verkauf seiner Welpen Interesse,
sondern möchte auch nach dem Auszug der Welpen noch mit den neuen Besitzern
in Kontakt bleiben. Dabei ist er besonders für unerfahrene Hundehalter ein
guter Ansprechpartner bei Problemen!
Von der Anschaffung eines Welpen aus "liebevoller Hobbyzucht", egal ob
Rassehund oder Mischling, rate ich ab, da dies meist Züchter sind, die nicht
in einem dem VDH angeschlossenen Verband züchten und somit keine so strengen
Auflagen befolgen müssen.
Viele dieser Züchter machen sich wenig Gedanken um die Zucht und sind zum
Teil leider auch nur hinter dem Geld her. Zwar nehmen sie pro Welpe etwas
weniger Geld als ein VDH-angeschlossener Züchter, sie haben jedoch rund um
ihre Zucht auch deutlich weniger Ausgaben.