RSS-Feed News-Blog der Fiery Toller

23.04.2011 - Ups we did it again!

Oder auch: Die ersten werden die ersten bleiben. Das traf heute zumindest auf Jyoti zu, mit der ich beim Obedience-Turnier als erste Starterin der Klasse 1 dran war.
Es war eine tolle Prüfung - ich war überhaupt nicht nervös und Jyoti fand die Wärme zwar nicht toll, hat aber schön mitgearbeitet.
Die Gruppe war kein Problem - was sitzt, das sitzt und was liegt, das liegt.
Die Fußarbeit war dann eigentlich auch schön. Bereits bewusst ist mir ja das Problem mit den Kehrtwendungen.
Bei der Rechtskehrt hängt Jyoti häufig und die Linkskehrt kann ich einfach nicht laufen... Da muss ich dringen an mir üben!
Platz aus der Bwegung hat geklappt. Aber wie war das? "Was liegt, das liegt" ... Tja, weiter Fuß mitgehen fand sie nicht sooo schön. Ich denke das lag wirklich an der Wärme, denn sonst ist das nie ein Problem gewesen.
Abrufen aus der Box war schön. Ich hatte etwas Sorge, dass Jyoti vielleicht recht langsam kommen würde, aber sie zeigte ein schönes Tempo im Galopp.
Zur Box lief sie auch gut. Aber mein Mädchen fand dann drei Gänseblümchen direkt vor der Box auch sehr spanndend. Ich habe ihr Blumen angucken mit meinem Stoppkommando unterbrochen und sie ein zweites Mal zur Box geschickt. Das kennt sie zum Glück und so war es danach auch nur noch eine Formsache.

Die Hürde... oh jeh wie anstrengend, vor allem bei dem Wetter! Hier braucht Jyoti zwei Aufforderungen um zu springen. Das ist allerdings auch die Übung, die Jyoti am Wenigsten mag... Wie gut, dass ab Klasse 2 dann Apportel zu holen sind - das macht nämlich viel mehr Spaß!

Apport auf ebener Erde war natürlich problemlos, eigentlich genauso wie die Distanzkontrolle. Leider waren wir ja die ersten Starter und das Distanzdreieck hatte auch leichte Startschwierigkeiten - es hat geklemmt. Dadurch war es hinter Jyoti dann doch sehr spannend. Trotzdem hat sie die Übung schön gemacht. 0,5 Punkte habe ich verschenkt, denn scheinbar helfe ich Jyoti unbewusst aus dem Platz in die Grundstellung.

Die Punkte in der Übersicht:

Übung

Punkte Koeffizient Bemerkung

Sitz in der Gruppe

10 2  

Ablage in der Gruppe

10 2  

Leinenführigkeit

8 3 - RK abgelenkt, straffe Leine (Lautsprecherdurchsage),
leicht weit

Freifolge

7 4 - weit, RK hängend, LK zu weit

Platz aus der Bewegung

8,5 3 - kippt, Anschluss zögernd

Abrufen

10 3  

Box

8,5 3 - Zusatzkommando, Körperhilfe bei Sitz

Hürde

7,5 3 - zögert, Zusatzkommando

Apport

10 4  

Distanzkontrolle

9,5 4 - Close & Körperhilfe

Umgang Mensch - Hund

10 1  

Gesamtpunktezahl

283,5  

 

Video wird es wohl auch geben, aber das habe ich noch nicht!

Nun also zum Jolchen und unserem zwieten Start in der O2. Der erste war besser, aber ich bin trotzdem zufrieden.
Denn: Unsere Dauerbaustelle auf Prüfungen, das Fuß gehen, war richtig gut! Vom Gefühl her eigentlich wie im Training unter Ablenkung auch, mal sehen was das Video dann zeigt!
Leider war in der Gruppe das Sitzen nicht möglich, das Platz dafür dann schön. Das frisch geschnittene Gras hat sie zwar zwischen den Übungen zum Wälzen verlockt, sie hat es aber bei der Ablage zum Glück nicht gemacht.

Die Freifolge war wie gesagt schön, noch lange nicht perfekt, aber für Jola definitiv toll.
Ich habe sie zwei Mal wieder erinnern müssen, was wir eigentlich tun wollen, ein Mal fand sie die Box -nach Rechtswinkel direkt neben uns - viel spannender, und im Slalom lässt sie sich auch leicht ablenken.
Ich habe bei Jola beschlossen, dass ich unser LK-Problem nun durch Meiden löse - sie soll nun die Linskehrt hinter mir lang zeigen und nicht auf meiner Seite bleiben. Seit knapp einer Woche üben wir das so und sie hat es tatsächlich schon gezeigt - nur noch etwas weit.

Sitz & Platz aus der Bewegung war leider kaputt heute. Ich glaube, das lag an meiner kurzzeitigen Verwirrung, in welcher Reihenfolge das nun noch mal war. Auf so etwas reagiert Jola ja sofort.
Kommen mit Steh müssen wir einfach noch viel mehr üben - genauso wie die Geruchsidentifikation. Mit dem Rest bin ich so weit zu frieden.
Wie so oft war die Luft bei der Distanzkontrolle dann schon ziemlich raus und das drehende Distanzdreieck viel spannender. Ich habe sie daher mit Namen und Kommando für Sitz angeredet, also ein Doppelkommando. Egal, es hat geholfen. Stehen ging auch erst aufs zweite Kommando - aber immerhin, es ging.

Die Punkte:

Übung

Punkte Koeffizient Bemerkung

Sitz in der Gruppe

0 2 - Legt sich

Ablage in der Gruppe

10 2  

Freifolge

7 4 - RK weit, schräge GS, 2 Zusatzkommandos

Sitz & Platz aus der Bewegung

0 3 - Verweigert

Kommen mit Stehen

5,5 4 - zu weit, Hand- & Wortzeichen

Box

9 3 - zögerlich bei Fuß

Apport über die Hürde

9,5 3 - GS schräg

Metallapport

10 2  

Geruchsidentifikation

8 4 - lässt fallen

Distanzkontrolle

5 4 - Doppelter Befehl, Close + Körperhilfe

Umgang Mensch - Hund

10 1  

Gesamtpunktezahl

215,5  

 

20.04.2011 - Einweisen über Wasser

Nachdem die Wassermarkierungen am Montag sehr gut waren, haben wir den Schwierigkeitslevel um 2 weitere Stufen erhöht:
1. Es war ein anderer Hund mit uns am Wasser
2. Wir haben keine Wassermarkierungen gemacht, sondern einen Memorypunkt am gegenüberliegenden Ufer

Der andere Hund war weniger ein Problem. Na klar fand Jyoti das sehr spannend, wenn Grimma ins Wasser gesprungen ist und es laut geplatscht hat. Sie konnte aber leise abwarten.
Als sie selber dran war, hat sich mal wieder gezeigt, wie Kopfgesteuert Jyoti ist. Sie lies sich sich voran schicken, nahm das Wasser an und schwamm ca bis zur Hälfte des Sees. Das war ihr dann weit genug und sie ist umgedreht.
Erst mit Helfer auf der anderen Uferseite schwamm sie ganz rüber, nahm ein Dummy, wollte zunächst aber nicht zurück. Sie hatte sich aber auch als Ausstieg treffsicher wie immer die schwerste Ecke ausgesucht und musste sich durch Stöcker und Schilf kämpfen. Mit ein wenig Hilfe fand sie dann den leichten Einstieg und schwamm brav mit Dummy zu mir zurück. Die Abgabe ohne Schütteln war kein Problem, aber ich werde trotzdem eine neue Idee ausprobieren, um sie noch etwas schneller nass zu mir zurück zu bekommen.

Nun war erst wieder zugucken dran - kein Problem, sie war ja auch noch kaputt von der weiten Schwimmstrecke!
Dann wieder mit Helfer (Danke Jennifer für das viele um den See laufen!) einweisen - diesmal kein Problem mehr. Auch die weiteren Male ohne Helfer klappte das Problemlos.

Jyotis Kopf hat sich nämlich derweil auf ein anderes, altes Problem fixiert: Losschwimmen ist ganz schön gruselig und nach dem Wassereinstieg muss hund losschwimmen... Nun zögerte sie also an der Wasserkante. Jedes Mal beim Schicken lief sie ein Mal nur bis zum Wasser, wurde dann von mir zurück gerufen, neu geschickt und sie schwamm. Mhm, blöde Verhaltenskette!

Unsere Idee war dann, Jyotis Kopf auszutricksen. Wenn sie Zeit zum Denken hat, denkt sie auch. Also keine zeit zum Denken lassen. Wir haben unsere Theorie ausprobiert und siehe da: Bei einem geworfenem Ball, dem sie sofort hinter her laufen darf, kann sie sogar mit einem Sprung ins Wasser gehen!

Nun ist also meine Aufgabe, die schmale Linie zwischen Kopf überlisten und Spaß ins Schwimmen zu bringen sowie den Hund am Wasser nicht zu begeistert und damit fiepend zu machen zu finden. Ich hoffe sehr, dass mir das gelingt!

Es soll ja nicht langweilig werden... Ich hätte es so gerne mal etwas langweiliger!!!

 

19.04.2011 - Verarscht ... oder: Gründung von BAST

Frauchen kam heute vormittag mit einer knisternden Tüte nach Hause. Spannend!
Und dann sagt sie auch noch: "Mädels, schaut mal was ich euch tolles mitgebracht habe!"

Ohh klasse, das ist bestimmt ein ein Ball, ein Quietscheball! Oder etwas leckeres zu Futtern, oder ein Stofftier, vielleicht sogar ein Quietschendes?
Toll!!! Danke Frauchen!!!

Aber dann...



... zieht sie es aus der Tüte raus ...



... das kann sie nicht gemeint haben, da kommt bestimmt noch mehr...



... sie hat ES gemeint...



Eine Schere!!!

Boah ey, Gemeinheit uns so zu verarschen!
Ich hatte mich schon so gefreut, als sie vor ein paar Tagen bemerkt hat, dass sie ihr gruseliges Folterwerkzeug verloren hat.
Nie wieder Trimmen an den Pfoten, genial. Das hab ich mir gedacht.

Alle Freude vergebens, ich habe bereits wieder gelitten und jetzt "ordentliche Füße" wie Frauchen sagt. PAH!

Der glaub ich nie nie nie wieder etwas!

Und deswegen werde ich micht jetzt öffentlich gegen solche Aktionen wenden und gründe hiermit den Bund für arme, scherengeplagte Toller, kurz BAST.

Es muss endlich etwas unternommen werden!
Für alle Toller - und natürlich andere ähnlich geplagte Hunde - habe ich die Satzung online gestellt: BAST
Pfotengrüße
Jola - Gründungsmitglied von BAST

18.04.2011 - Wasserapport

Damit das ganze hier nicht zu einseitig mit nur Obedience-Berichten wird, habe ich heute versucht Jyoti beim Dummytraining auch etwas zu filmen. Puuuhhh, ich brauche einen Kameramann!
Egal, ein bisschen Bildmaterial kann ich an meinen Bericht anhängen, so für euch zur Veranschaulichung!

Heute stand "Leise sein bei Wassermarkierungen" auf dem Programm. Im Vorfeld kann ich sagen, dass ich nicht einen Ton vom roten Teil gehört habe!
Angefangen hatte ich mit einer Landmarkierung, während wir das Wasser im Rücken hatten.
Danach gab es eine Doppelmarkierung. Erst fiel die ans Land etwa an die gleiche Stelle wie vorher, dann haben wir uns umgedreht und ich habe noch eine Markierung ans Ufer geworfen. Dann haben wir uns zurück gedreht, erst die Landmarkierung und dann die Ufermarkierung gearbeitet. Egal wohin wir uns drehten - oder besser wovon wir uns weggedreht haben - Jyoti blieb leise und auf mich konzentriert.
Die erste Dreherei ist nicht auf Video, da hat mir die Hand gefehlt. Ich kann nämlich weder mit Links werfen noch filmen. (Ich hab es ausprobiert, wurde nichts...). Zumindest einen Beweis für leises Mitdrehen kann ich aber liefern.
Nach der Doppelmarkierung gab es eine weitere Markierung ans Ufer mit längerem Abwarten ohne dass etwas anderes passiert. (Außer dass ich die Kamera dann noch angemacht habe, bevor ich Jyoti geschickt habe.)
Auch hier leise und konzentriert - so wie es sein soll!

Danach gab es dann ein paar Wassermarkierungen. Und die haben gezeigt, dass laut sein heute kein Thema war, aber Losschwimmen immer noch nicht ohne eine Runde Nachdenken geht.
Nun kommt dann also zum "Leise bleiben - Training" noch "Wassereinstiegstraining" hinzu.
Je weiter ich weg stand, desto weniger schwierig war der Wassereinstieg für Jyoti. Dafür dann aber der Rückweg. Triefend nass kann hund definitiv nicht schnell laufen. Deswegen enden die Videosequenzen auch immer kurz vor dem Anlanden, denn dann musste ich die Käse-Tube vorbereiten um schnelles Hereinkommen ohne Schütteln zu fördern.

Als krönender Abschluss habe ich mich dann an eine Verleitmarkierung und danach eine Doppelmarkierung gewagt. Beides kein Thema, die Verleitmarkierung wurde zwar wahrgenommen, Jyoti hat aber nicht einen Augenblick gezögert, ob sie nicht doch lieber das neue Dummy holen will.
Die Doppelmarkierung im Wasser war ca. 90° auseinander und auch hier hat das Wegdrehen von der einen zur anderen Markierung ohne einen einzigen Ton geklappt.

Nun dann noch das Video. Ich weiß nicht, ob ich schon so Obedience geschädigt bin oder ob es die Schwierigkeit war, Hund und Kamera gleichzeitig zu händeln - aber eigentlich ist mein Dummy-Apport-Kommando "Get it", nicht "Apport". Egal, Jyoti hat verstanden, was ich meine.


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10.04.2011 - Auch Trainerhunde brauchen mal Freizeit!

Und eine tolle Freizeit haben wir heute gehabt, sowohl Trainer als auch unsere Hunde. Da das Wetter frühlingshaft schön war, sind wir an einen See gefahren und die Hunde hatten viel Spaß.

Sowohl beim Nasswerden...

... wie auch beim Panieren hinterher! Mhm, lecker!!! Aber: Nur ein nasser, dreckiger Toller ist ein glücklicher Toller. Ich hatte heute also sehr glückliche Toller!

Und hier noch mal der Beweis, dass Jyoti wirklich schwimmt. Und nicht nur das, sie beißt ins Wasser. Besonders lustig, denn dann platscht es so schön.

 

Drei Gipfelstürmer: Barney, Sunny und Jyoti. Jola hat es nicht über den ersten Meter hinausgeschafft, da der Sand sich so toll bewegt hat, dass buddeln viel besser war.

Vielen Dank an Susi für die tollen Bilder!  

10.04.2011 - Obedience-Videos von Jyoti: Sitzen & Impulskontrolle

Ich habe noch zwei weitere Videos vom Training gestern.
Zum einen Jyoti beim Sitzen. Wie gut, dass ich das mal gefilmt habe: Während ich von ihr weggehe, zappelt sie ja ganz schön rum! Ansonsten hat sie eigentlich schon sehr gut verstanden, dass sie still sitzen soll.

 

Und das zweite dann noch vom Training, mit dem sie lernen soll, ganz und gar still zu sitzen - egal, was passiert!

 

09.04.2011 - Obedience-Videos: Box, Grundstellung, Distanzkontrolle & Fußarbeit

Freitag und Samstag haben wir schon wieder fleißig kleine Obedienceeinheiten geübt. Videos von diesen Sequenzen habe ich euch auch wieder mitgebracht.
Mit Jola habe ich die Box geübt. Ansich kann sie die - nur sieht sie das mit der Position des Targets nicht so eng. Das erste Mal läuft sie es noch sauber an, dann kürzt sie schon ab und danach denkt sie dann, sie könnte doch auch vorne stehen bleiben. Im Anschluss an den ersten Teil habe ich dann noch Korrekturtraining an der Box geübt. Angenommen sie würde beim ersten Schicken falsch stehen und ich schicke sie erneut in die Box. Das hat soweit auch gut geklappt. Ganz neu war das hinter der Box stehen. Jolas erste Idee dazu: Ja, abgerufen werden ist super!

 

Wir haben außerdem weiter an unserer Problemzone, dem Fuß gehen, trainiert. Ich wollte ausprobieren, was besser ist: Langsamer Schritt oder Normalschritt. Jola kommt offensichtlich besser mit dem Normalschritt klar, das heißt ich werde dabei zunächst weiter üben. Allerdings wird sie derzeit zunehmend schräger und bedrängt immer mehr.
Linkswinkel klappen schon deutlich besser, wir sind uns nicht mehr so im Weg. Bei der Linkskehrt sieht das leider noch lange nicht so aus. Ob das auf diesem Weg wohl klappen wird? Oder soll ich versuchen, ihr das hinter mir lang gehen für die Linkskehrt doch noch beizubringen?

 

Jyoti und ich haben auch an der Box geübt, leider ist das Video davon aber überhaupt nichts geworden. Die Sonne blendet da so sehr, dass man von uns kaum etwas erkennt.

Wir haben aber auch noch die korrekte Grundstellung geübt - möglichst ohne Hilfen von mir, also keine Schulterdrehung und auch kein Blickkontakt. Ich finde ja, dass das ganz gut geklappt hat. Jyoti zeigt mir, dass sie eigentlich schon verstanden hat, was korrekt ist. Nur durch meine Ungenauigkeit reicht wohl viel zu oft auch die falsche GS aus, um belohnt zu werden. Wie immer ist also der Hundeführer Schuld!
Im Verlauf des Trainings setzt Jyoti sich immer häufiger direkt richtig hin. Nun muss ich einfach nur weiter ganz genau auf mich achten! (Mal sehen, ob das so einfach wird, wie es klingt?)

 

Die heutige Sequenz war dann die Distanzkontrolle. Für die O1 klappt das schon ziemlich gut. Ich achte weiter auf ein schönes Tempo und belohne dafür dann mit zugeworfenen Futterstücken. Der Abstand heute war aus Platzgründen nicht so weit (15m), sie kann es aber auch mit mehr Abstand.
Aufstehen aus dem Sitzen ist auch kein Problem (aus dem Liegen auch nicht) - nur das wieder hinlegen oder gar wieder hinsetzen, das ist noch nicht so gut. Am Stand --> Hep arbeite ich bisher noch ganz wenig, da haben wir ja auch noch viel Zeit für. Das Stand --> Down wird immer besser, ab und an sind aber noch leichte Vorwärtsbewegungen mit drin.

 

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06.04.2011 - kleiner Toller einfach genial! Oder: Kamikaze-Toller?!

Bei uns ist derzeit viel los! Heute hatte ich überraschend frei und wir haben spontan ein schönes Dummytraining gemacht.
Los ging es mit Markierungen von Wiese auf Wiese, durch einen schmalen Waldstreifen. Jyoti war hier schön leise, egal ob es nun darum ging auf mein Kommando fürs Loslaufen zu warten oder während Grimma gearbeitet hat. Nur als ein Dummy für Grimma in ein Schilf-Wasser-Loch fiel und es so toll geplatscht hat, als Grimma das holen ging, konnte sie sich ein leises *piep* nicht verkneifen.
Vor den Markierungen hatten wir uns noch zwei Fixpunkte mit "Blinds" gemacht, auf die wir zwischendurch eingewiesen haben. Auch das erste Wegdrehen von der Markierung wurde von Jyoti leise kommentiert, danach war es dann aber auch in Ordnung. Leises Mitdrehen habe ich dann erst noch kurz belohnt, bevor ich sie geschickt habe.
Das Einweisen hat Jyoti richtig gut mitgemacht. Heute war zwar neben mir stehen beim Einweisen modern, aber immerhin: Sie stand komplett leise neben mir!
Dann haben wir die Anforderung beim Einweisen gesteigert. Zwischen uns und den Dummys war ein Gebüsch, was möglichst nicht umrundet werden sollte. Hier kam dann die Größe dem kleinen Toller zu Gute - es gab in diesem Gebüsch ein kleines Loch, durch dass Jyoti sich sowohl auf dem Hinweg wie auf dem Rückweg gezwängt hat. Sogar dann noch, als ich ca 6m vor dem Gebüsch stand und sie ein zweites Mal darauf eingewiesen habe.
Super gemacht, Jyoti!!!

Da nur ein nasser Toller ein richtig glücklicher Toller ist, haben wir als nächstes eine Markierung über ein Wasser-Schilfloch geworfen. Eigentlich hatten wir gedacht, dass die Hunde durchlaufen könnten, aber sie mussten tatsächlich schwimmen. Jyoti hat sich ganz tapfer durch den Urwald von Schilf gekämpft - hier kam ihre Größe ihr dann nicht so zu Gute.
Übrigens: Jyoti konnte hier Grimma beim Durchkämpfen auf Hin- und Rückweg zugucken, ohne auch nur einen Ton zu sagen! Tschakka!!!

Okay und was tut man dann mit einem nassen Curly und einem nassen Toller?
Richtig! Man paniert sie auf einem Sandberg.
Weiter ging es dann also mit weiteren Markierungen. Ein Team stand auf dem Sandberg, eines auf der Wiese davor und wir haben abwechselnd für den anderen Dummies geworfen.
Auch hier hat Jyoti wieder sehr schön punktgenau markiert und war größtenteils leise. Nur einmal musste sie ihrer Überraschung kurz Luft machen: "Wie, ein Dummy kann sooo weit fliegen?" Da war das Dummy gerade von oben vom Sandberg ganz weit auf die Wiese geflogen. Sie hat sich aber selber wieder beruhigt und ich konnte sie dann noch schicken.
Als wir dann oben auf dem Sandberg waren, habe ich gemerkt, WIE hoch das Teil doch ist!
Heute hatte Jyoti aber ihren Kamikaze-Tag und hat sich weder an Höhe, Steilheit oder auch Bewuchs gestört.
Man könnte ja meinen, dass sie ihre Übersicht von oben nutzt um das eine kleine Gebüsch zu umrunden. Das wäre sogar kaum aufgefallen, die Abweichung von der Ideallinie wäre minimal gewesen. Aber nein, durch das Gestrüpp zu brettern ist doch viel lustiger. Auch hier natürlich sowohl auf dem Hin- wie auf dem Rückweg.
Obwohl sie die Klettertouren auf dem Sandberg sehr toll fand und unsere Position ganz oben für sie ungewohnt, war sie die ganze Zeit schön still.

Wer von euch bis hier hin gelesen hat, denkt sich jetzt vielleicht, wir wären nun fertig gewesen?
Falsch gedacht - also noch ein bisschen durchhalten und weiterlesen.

Als Letztes haben wir dann noch auf einen Fixpunkt eingewiesen, den wir den Hunden vor den Sandbergmarkierungen gezeigt hatten. Dass sie es beide schon wieder vergessen hatten, ist sicher auch der Länge des Trainings zuzuschreiben. Also haben wir sie kurz noch mal daran erinnert, indem wir ein Dummy hochgehoben haben.
Um sie kurz wieder davon abzulenken haben wir dann ganz spontan noch eine Doppelmarkierung gearbeitet, bei der jeder Hund jeweils eines geholt hat. Das haben sie ohne Probleme gemeistert.
Nun dann also die letzte geplante Übung: Einweisen quer über die Wiese (ich bin so schlecht im Entfernungen schätzen, aber 100m waren das bestimmt!) und auf dem Rückweg fällt eine Verleitmarkierung.
Beide Hunde - trotz ihnen langsam doch anzumerkender Müdigkeit - haben diese Aufgabe total toll gearbeitet, sich nicht verleiten lassen, das Dummy aber jeweils auch gut markiert.

Als Abschluss dieses wirklich genialen Trainings haben wir die Sandpanade dann wieder abgewaschen und Jyoti hat ihr wohlverdientes Pick-Up bekommen.

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05.04.2011 - Obediencetraining: Fuß-Session die Zweite

Weiter geht es mit dem Fußtraining. Diesmal war Jyoti zuerst dran und daher auch ihre Trainingsbeschreibung und ihr Video zuerst.
Das Ziel oder besser die Ziele heute waren:
- korrekte Grundstellung ohne eine Schulterhilfe von mir
- Angehen mit Blickkontakt
- bessere Ausführung des Rechtskehrt

Die korrekte Grundstellung ohne eine Schulterhilfe von mir hat ganz gut geklappt. Diesmal stand ich aber so nah zur Kamera, dass man meine Schulter gar nicht sieht. Ich habe aber sehr darauf geachtet und wenn nötig mit einem Schritt nach hinten die Grundstellung korrigiert. Nun muss ich da einfach nur dran bleiben und auf meine unbewussten Hilfen achten, dann wird das!
Das Angehen mit Blickkontakt ist eigentlich nicht Jyotis Problem, aber trotzdem übe ich es hin und wieder ganz gerne mal. Wenn ich das mit einer externen Belohnung mache, wandert Jyotis Blick zwischendurch auch mal ganz gerne dahin.
Das Haupttrainingsziel war die Rechtskehrtwendung. Jyoti läuft auf gerader Strecke und mittlerweile auch in den Winkeln sehr schön mit und hält ihre Position. Die Kehrtwendungen sind beide noch nicht wirklich gut. Nach links laufe ich einen Bogen und nach rechts trödelt Jyoti.
Links übe ich demnächst dann mal - vorher muss ich meine Schritte dafür noch besser können.
Bei der Rechtskehrt habe ich zunächst auf der Stelle angefangen und durch nach vorne geworfene Leckerchen versucht, Jyotis Geschwindigkeit beim Mitdrehen zu steigern. Das hat soweit auch gut geklappt, so dass ich ein paar Schritte Fuß davor gehängt habe. Insgesamt sehe ich eine deutliche Verbesserung!

Viel Spaß beim Angucken!

 Mit Jola übe ich weiter an der korrekten Position. Leider hatte sie einen schlechten Tag, an dem ich vielleicht das Training lieber ganz hätte lassen sollen? Sie fand den Wind gruselig, konnte mit leichten Korrekturen von mir wieder mal so gar nicht umgehen. Das Video ist daher etwas kürzer.

Am Anfang habe ich ihr den Ball gegeben, damit sie ihre Vorfreude auf die Arbeit schon mal etwas abknätscht. Danach habe ich dann mit dem Fuß gehen angefangen. Im Verlauf des Trainings wird sie ruhiger und hält die Position auch immer besser.

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02.04.2011 - Obediencetraining: Fuß-Session

Nachdem beim letzten Turnier mal wieder deutlich geworden ist, dass meine beiden Hunde nicht sonderlich gut Fuß laufen, stand fest: Das muss besser werden!

Jolas Problem: "Close heißt links mitlaufen, oder?"
Sie hat die richtige Fußposition noch nicht verinnerlicht gehabt. Im Training war sie meist aus lauter Übermotivation zu weit vorne und wir haben uns bei Linkswinkeln und Linkswendungen behindert. Und auf Prüfungen hat sie eher nachgehangen oder ist einfach nur mitgelaufen.
Das Ziel ist also erst Mal: Jola soll verstehen, dass sie eine bestimmte Position neben mir halten soll. Und zwar wirklich korrekt!
Der Weg?
Fuß gehen war zwar bislang nichts langweiliges für Jola, aber im Vergleich zu den lustigen Sachen wie Box, Apportel und Co war es nicht so toll. Also soll nun das korrekte Fuß gehen etwas ganz tolles werden. Und das funktioniert natürlich am Besten über eine geniale Belohnung.
Ok, Jolas Lieblingsbelohnung? Ein geworfener Ball!
Nein, keine gute Idee, denn dann setzt das Gehirn kurzzeitig aus und denken sollte sie schon weiterhin.
Aber vielleicht ein liegender Ball, den sie bringen und darauf herum knätschen darf? Ein Versuch wert!
Also ist seither ein Ball unsere externe Belohnung und ich hatte zwei mögliche Ergebnisse im Kopf:
Entweder Jola dreht dadurch erst richtig hoch und es geht gar nichts mehr oder sie konzentriert sich mal genauer darauf, was sie tun soll um den Ball zu bekommen.
Glücklicherweise sieht es derzeit so aus, als wäre Möglichkeit 2 eingetreten.
Anfangs ist Jola natürlich noch etwas hibbelig. "Mein Ball, hast du gesehen, mein Ball!" (Ja Jola, ich habe ihn da hin gelegt...) aber solange sie noch unkonzentriert ist und fiept, gibt es nichts oder maximal Leckerlies zur Motivationserhaltung.
Ich merke Jola ein Umdenken an, sie orientiert sich viel mehr an meinem linken Bein und passt ihr Tempo (schnell) meiner Geschwindigkeit (langsam) an.
Lange Rede, kurzer Sinn: Heute habe ich versucht uns zu filmen. Gemäß dem Prinzip "Learning by doing" hoffe ich, dass wir das nächste Mal auch besser zu erkennen und nicht so weit weg sind. Aber immerhin sind wir im Bild!

 

Jyotis Problem: "Fußlaufen ist nicht sonderlich spannend!"
Das Ziel: Mehr Spaß und dadurch mehr Spannung im Hund und weniger Ablenkbarkeit.
Der Weg: Über viel variable, lustige Belohnung. Ich arbeite allgemein gerne mit externen Belohnungen und daher gibt es eine Dose mit Käse (Lecker stinkig) und ein tolles Spielzeug. Unser Startritual ist immer ein kurzes Zerrgelspiel und dann Konzentration mit der Grundstellung.
Danach ist mir beim Angehen der Blickkontakt wichtig und dass Jyoti die richtige Position hält. Anhalten ohne dass ich mich zu Jyoti stelle müssen wir auch noch etwas üben, genauso wie wirklich schöne Winkel und Wendungen. Wie gut, sich selbst mal wieder zu sehen!
Also auch von Jyoti das Video:

 

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01.04.2011 - Anti-Fiep-Training Teil 6 - Heute war es total genial!

Der April hat für uns mit einem schön ruhigem Dummytraining begonnen. Und das ist wirklich kein Aprilscherz.

Angefangen haben wir mit ein bisschen Fuß gehen und dann fiesen Markierungen in Gestrüpp. Jyoti hat sich richtig tapfer durchgekämpft und nicht einen Ton gesagt - obwohl sie sich das Ohr ein bisschen aufgerissen hat. Nun ist sie mein Schlitzohr. Zum Glück aber nicht schlimm, es hat schnell wieder augehört zu bluten und hat sie wohl auch nicht weiter gestört.
Nun, wenn die Markierungen so doof zu holen sind, dann stört es ja auch nicht, wenn ein anderer diese Aufgabe übernimmt! Hier konnte sie komplett leise zugucken, ohne dass ich zwischendurch kurz mit ihr Spielen musste zum "Dampf rauslassen". Lediglich eine Futterbelohnung gab es zwischendurch dann mal.

Weiter ging es mit einer Suche in leichtem Bewuchs zwischen Birken. Auch hier hat Jyoti sehr schön gearbeitet, besonders da ich mit ihr bestimmt die letzten 2-3 Monate keine Suche mehr gemacht habe.
Obwohl ich ihr Suchtempo (Trab bis Schaukelgalopp) etwas langsam finde, sucht sie ansich gut. Eine begeisterte Suche sieht wohl anders aus, aber sie weiß ihre Nase zu benutzen und sucht das Gebiet strukturiert ab. Heute fehlte ihr am Schluss etwas die Motivation, nachdem sie den Bereich vorne gut abgesucht hatte und nichts mehr fand. Ein weiteres Ziel auf unserem Trainingsplan wird dann also sein, Jyoti noch ein bisschen mehr Spaß an der Suche zu vermitteln und sie dazu zu bringen, noch tiefer zu gehen.

Als dritte Aufgabe hatten wir uns heute Markierungen von Schatten in Licht überlegt. Wir standen mit den Hunden im Wald, unser Helfer (danke Britta!) auf der Wiese.
Jyoti durfte anfangen und wartete sehr gespannt, dass ich sie schicke, blieb aber komplett leise dabei. Sie hat alle Dummies, die sie hier holen sollte, sehr schön markiert - wobei diese zum Teil auch weiß waren und die Wiese mit sehr niedrigem Bewuchs natürlich auch einfach war.
Noch viel glücklicher bin ich aber, dass ich Jyotis Wartezeit zwischen gefallenem Dummy und dem Losschicken schon richtig verlängern konnte. Gezählt habe ich etwa 10-12 Sekunden! Und obwohl sie gespannt war wie ein Flitzebogen, hat sie auch keinen Startlaut von sich gegeben sondern ihre Anspannung in ein super schnelles Tempo umgewandelt.
Ich habe sie auch alle Dummies markieren lassen, die nicht für sie waren und dann versucht ihr durch eine veränderte Körpersprache von mir zu signalisieren, dass ich sie nun eh nicht schicken werde. Auch das hat sehr gut geklappt. Jyoti konnte solange zuschauen, bis der andere Hund bereits zurück war - erst dann habe ich sie belohnt.

Jyoti ist nun zu Recht sehr müde und schnarcht schon leise vor sich hin. Das war ein sehr schönes, gelungenes Training heute - ein toller Auftakt für das Wochenende!

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