Warum?
Warum tut es nur so weh?
Fünfzehneinhalb Jahr alt durftest du werden, zwölfeinhalb Jahre deines
Lebens hast du bei uns verbracht.
Du warst der Hund meiner Kindheit, unser erster Hund, der Hund, durch den
ich nicht nur meine Liebe zu Hunden gefunden habe sondern durch den ich auch
zum Hundesport und letztendlich zum Toller gekommen bin.
Laufen, rennen, so richtig schnell, das hast du geliebt. Wie oft bist du mir
und Isi davon gallopiert, wenn wir mit die Fahrrad gefahren sind! Und immer
mit einem dicken Lachen auf dem Gesicht, weil du ja doch immer schneller
warst als wir! Und noch mit 12 Jahren bist du schneller über den
Agility-Parcours gedüst als manch anderer Hund!
Ach meine kleine Maus, wenn ich dich doch noch ein Mal knuddeln könnte, dein
weiches Fell streicheln...
Dein Leben lang warst du gesund, hast den Tierarzt nur zum Impfen gesehen -
wie schön für dich, wo du dich immer Angst hattest!
Und nun, in den letzten Wochen, konnten wir deine Schmerzen merken. Du
wolltest nicht mehr, alles tat weh, bloß nicht angefasst werden...
Wir wollten dich nicht Leiden lassen! Ich hoffe so sehr, dass es die
richtige Entscheidung war! Aber du bist gestern ruhig mitgegangen zum
Tierarzt, hattest keine Angst, sagt meine Mutter. Und du bist ruhig
eingeschlafen.
Jetzt hast du keine Schmerze mehr, kannst wieder so viel rennen und
springen, wie du willst, so wie früher!
Ich bin mir sicher, auf der anderen Seite des Regenbogens gibt es einen
eigenen Agility-Parcours nur für dich!
Ich vermisse dich so sehr, meine Weiße! Eine gute Reise zum Regenbogen
wünsche ich dir. Ich werde dich nie vergessen.
Ich danke dir für alles, dafür, dass du mir immer zugehört hast, wenn ich
dir mein Herz ausgeschüttet habe, dafür, dass du allen Unsinn mitgemacht
hast und dafür, dass du einfach du warst!
Ich liebe dich! Pass auf dich auf, irgendwann sehen wir uns wieder, hoffe
ich.
Trixi ist am 11. September 1994 geboren und kam mit knapp 3 Jahren im
August 1997 aus dem Tierheim zu uns. Sie war unser erster Hund und wir
hatten ganz viel Glück mit ihr. Sie war stubenrein, konnte alleine bleiben
und kannte die wichtigsten Grundsachen. Weiteres hat sie mit uns in der
Hundeschule dann gelernt. Mit meiner jetzigen Erfahrung rückblickend, hätten
wir damals einiges noch besser oder einfach anders machen können, vielleicht
wäre sie jetzt als alte Lady dann etwas einfacher.
Ich muss nämlich gestehen, dass sie einen ziemlichen
Dickkopf hat und den vor allem im Alter deutlich auslebt. Sie hört, wann sie
will. Und obwohl wir schon glauben, dass sie schwerhörig ist und auch nicht
mehr gut sieht - so taub wie sie uns manchmal vorspielt ist sie noch nicht!
Trixi ist ein extrem menschen- und vor allem
männerfreundlicher Hund. Liegt vermutlich daran, dass sie bei uns nur von
Frauen umgeben ist! Jedenfalls liebt sie es, viele fremde Menschen zu
treffen - wird dabei aber sehr aufdringlich, da sie der Meinung ist, dass
jeder Mensch Futter für sie dabei hat und es ihr auch zu geben hat.
Durch Trixi bin ich zum Hundesport gekommen. Ihr hat
eigentlich nur Laufen und Springen richtig Spaß gemacht, Unterordnung fand
sie langweilig. Aber Agility war das Richtige für sie und wir hatten
gemeinsam viel Spaß, bis sie dann doch zu alt wurde.
Jetzt ist sie unser Rentner und ist glücklich solange sie
viel zu Fressen bekommt und ansonsten viel Schlafen darf.
Mittlerweile hat sie immer mehr Alterswehwehchen und wir müssen uns wohl
oder übel langsam auf einen Abschied vorbereiten...
Ihr Gehör und ihre Augen lassen merklich nach und es fällt ihr zunehmend
schwieriger, das Gleichgewicht zu halten.